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ISEK 2030 Isernhagen

Kommunen, wie die Gemeinde Isernhagen, unterliegen einem stetigen Wandel und müssen sich daher vielfältigen Veränderungen stellen. Dabei sind der demografische Wandel, soziale und wirtschaftliche Veränderungen nur ein Teil der zukünftigen Herausforderungen.

Durch das ISEK sollen Entwicklungsziele und Handlungsschwerpunkte innerhalb der Gemeinde Isernhagen für einen längerfristigen Zeitraum (bis 2030) aufgezeigt werden.
Mit dem ISEK identifiziert die Gemeinde Risiken, aber auch Potenziale, die in einer ganzheitlichen Strategie zur zukünftigen Gemeindeentwicklung münden. Es können damit Fördermittel für Maßnahmen der Städtebauförderung akquiriert werden.

Die Erstellung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) 2030 wurde vom Rat der Gemeinde Isernhagen (11/2019) beschlossen.

Zu Beginn des Prozesses erfolgte eine umfassende Datensammlung unterschiedlicher Statistiken und sonstiger Grundlagen.In Gesprächen mit den Ortsbürgermeister/innen und in der ISEK-Lenkungsgruppe wurden ortsteilspezifische Bedürfnisse und verschiedene Handlungsfelder erarbeitet. Bisher fanden zwei Treffen der ISEK-Lenkungsgruppe (im Juni und September 2020) statt, bestehend aus Vertretern der Fraktionen, den Ortsbürgermeister/innen und ggf. deren Stellvertretern, sowie den für die Bearbeitung des ISEK zuständigen Planungsbüros „Argeplan“ und „Mensch und Region“, und der Verwaltung.

In der folgenden Beteiligungsphase sind die Anregungen der Bürger/innen gefragt, die als Expert/innen des Ortes die Stärken und Schwächen Isernhagens besonders gut benennen können.

Durch die Coronakrise sind gängige Beteiligungsformate wie Workshops nicht durchführbar, weshalb im November eine Online-Befragung stattfindet.
In der Zeit vom 02. bis 29. November haben die Bürger/innen die Möglichkeit, online in einem Fragebogen ihre Meinung kundzutun.
Im weiteren Verlauf werden die Ergebnisse ausgewertet und in einer weiteren ISEK-Lenkungsgruppe im neuen Jahr diskutiert. Es ist angedacht, 2021 noch eine Bürgerbeteiligung durchzuführen, um den Beteiligungsprozess abzurunden und anschließend den fertigen Bericht zu erarbeiten. Dieser wird abschließend vom Rat beschlossen.

Was ist ein ISEK?

Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept zählt zu den strategischen Planungs- und Steuerungsinstrumenten der Stadt- bzw. der Gemeindeentwicklung. Es werden Leitlinien und Ziele zur Sicherung und Stärkung nachhaltiger Strukturen definiert. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept soll Entwicklungsziele und Handlungsschwerpunkte innerhalb einer Kommune für einen längerfristigen Zeitraum aufzeigen. Räumliche und sachliche Schwerpunktbereiche werden untersucht und bewertet. Hierzu werden bestehende und erkennbare Defizite und Probleme, aber auch mögliche Potenziale analysiert.
Räumliche Schwerpunktthemen beziehen sich auf einzelne Teilgebiete innerhalb des gesamten Gemeindegebietes. Sachliche Schwerpunktbereiche behandeln fachliche Themenkomplexe wie beispielsweise das Wohnen, die gewerbliche Entwicklung oder das Freizeitangebot. Durch die Entwicklung eines Konzepts zur integrierten Gemeindeplanung können sämtliche vorausgegangenen Fachplanungen, angefangen bei den Dorfentwicklungskonzepten, über das Naherholungskonzept, der Schul- und Kindergartenplanung bis hin zum Einzelhandelskonzept, überprüft und, soweit erforderlich, aktualisiert bzw. einbezogen werden. Die demographische Entwicklung mit ihren Auswirkungen auf die nicht nur städtischen Einrichtungen, die Siedlungs- und Gewerbeflächenentwicklung, das Wirtschaftsförderungskonzept sowie das Klimaschutzaktionsprogramm sind in den integrierten Planungsansatz einbezogen.

Was soll mit dem ISEK erreicht werden?

Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept soll Entwicklungsziele und Handlungsschwerpunkte innerhalb einer Kommune für einen längerfristigen Zeitraum aufzeigen (bis 2030). Ein Stadtentwicklungskonzept ist dabei kein verbindliches Planungsinstrument nach gesetzlichen Vorgaben, sondern eher ein auf politische Handlungsstrategien ausgerichtetes Programm mit Raumbezug. Als Ergebnis werden Handlungsempfehlungen formuliert, die an die ortsspezifischen Potenziale und Handlungsbedarfe anknüpfen sowie planerische Entscheidungen vorbereiten. Das Konzept bildet eine Grundlage zur Einwerbung von Fördermitteln. Das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept dient somit der Standortbestimmung und
der geregelten Entwicklung der Gemeinde Isernhagen, vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der grundsätzlichen Positionierung Isernhagens in Bezug auf viele raumbedeutsame Fragestellungen.

Was kann ein ISEK?

Den fachlichen Ebenen steht eine grundsätzliche Fragestellung für die Gemeinde gegenüber. Wie wollen wir uns als Gemeinde entwickeln? Was wollen wir als Gemeinde für uns erreichen? Damit verbunden ist die Frage, wie diese Ziele und Qualitäten künftig erhalten, gestärkt oder aufgebaut werden können. Welche Ziele definiert die Gemeinde als Gemeinschaft für sich selbst? Wo soll die Entwicklung hingehen? Welche Grundsätze sind uns wichtig? Wie wollen wir damit umgehen?
Das ISEK kann für diese Fragestellungen Handlungsempfehlungen entwickeln.

Vorgehensweise

Phase 1 Informationen und Grundlagen
Ermittlung der statistischen Daten und Aufbereitung
Sichtung aller relevanten Planungen
Erfassung aller relevanten räumlichen und sachlichen Fragestellungen

Phase 2 Beteiligung der Ortschaften und der Gesamtgemeinde
Diskussion über die räumliche Entwicklung in den Ortschaften
Diskussion über die strukturelle Entwicklung in den Ortschaften
Ergebniszusammenfassung und Analyse der Diskussionen

Phase 3 Zielstellung und Beschluss
Erarbeitung der räumlichen Leitbilder für die Ortschaften und die Gesamtgemeinde
Erarbeitung der strukturellen Leitbilder für die Ortschaften und die Gesamtgemeinde
Zusammenfassung der Ergebnisse und Rückkoppelung der Leitziele
Präsentation
Dokumentation
Beschluss