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Zerlegungsvermessung


Sie wollen Ihr Flurstck zerlegen oder haben sich mit einer Grundstckseigentmerin oder einem Grundstckseigentmer ber den Kauf einer Teilflche geeinigt? Dann knnen Sie hier die Zerlegungsvermessung beantragen.

Bei der Zerlegungsvermessung werden die neuen Teilstcke festgelegt und, sofern gewnscht, durch Abmarkung (z. B. durch Grenzsteine) in der rtlichkeit dokumentiert. Nicht auffindbare Grenzpunkte einer bestehenden Grenze knnen auf Antrag mit festgestellt und abgemarkt werden.

Nach der Zerlegungsvermessung werden die Ergebnisse in das Liegenschaftskataster eingetragen. Das zustndige Katasteramt erstellt einen Fortfhrungsnachweis, in dem es die Vernderungen im Liegenschaftskataster (z. B. Lage, Gre und Beschreibung der Flurstcke) dokumentiert. Dieser Nachweis wird dem Grundbuchamt automatisiert bermittelt. Zur Beurkundung eventueller Grundstcksgeschfte wird auf Wunsch ein Auszug an die zustndige Notarin oder den zustndigen Notar gesandt.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Festlegung neuer Flurstcksgrenzen auch ohne rtliche Vermessung mglich. Dieses Verfahren heit Sonderung. Um zu klren, ob eine Sonderung in Ihrem Fall mglich ist, mssen Sie sich in jedem Fall vorab beraten lassen.

An wen muss ich mich wenden?

Die Grenzfeststellung vor Ort kann

  • durch das rtlich zustndige Katasteramt des Landesamtes fr Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) oder
  • durch eine/-n in Niedersachsen zugelassenen ffentlich bestellter Vermessungsingenieur oder ffentlich bestellte Vermessungsingenieurin (bVI)

durchgefhrt werden.

Die Eintragung der Ergebnisse der Vermessung in das Liegenschaftskataster findet immer durch das rtliche Katasteramt statt.

Die zustndigen Katastermter finden Sie hier:www.lgln.niedersachsen.de/startseite/wir_uber_uns_amp_organisation/organisation_amp_kontakt/so_finden_sie_uns/zustaendigkeitsbereiche-der-katasteraemter-50439.html

Die Liste der in Niedersachsen zugelassenen bVI finden Sie hier:www.lgln.niedersachsen.de/startseite/online_angebote_amp_services/service/liste_der_obvi_in_niedersachsen/liste-der-oebvi-in-niedersachsen-111761.html

Welche Unterlagen werden bentigt?

Fr den Fall, dass die antragstellende Person nicht Flurstckseigentmerin bzw. Flurstckseigentmer oder erbbauberechtigt ist:

  • Formlose Vollmacht bei Bevollmchtigung durch Flurstckseigentmer/-in oder Erbbauberechtigte/-en.

Fr den Fall, dass die antragstellende Person nicht Kostentrgerin bzw. Kostentrger ist:

  • Formlose Besttigung zur bernahme der Kosten.

Welche Gebhren fallen an?

Die Zerlegungsvermessung ist kostenpflichtig. Die Kosten richten sich nach der Kostenordnung fr das amtliche Vermessungswesen (KOVerm). Diese Kostenordnung ist verbindlich fr die Regionaldirektionen und fr die ffentlich bestellten Vermessungsingenieurinnen und -ingenieure.

Die Kosten sind abhngig:

  • von der Anzahl der in der rtlichkeit festgestellten alten und der neu festgelegten Grenzpunkte,
  • von der Anzahl der neu gebildeten Flurstcke,
  • vom Bodenwert (Verkehrswert) zum Zeitpunkt der Beendigung der Leistung und
  • von Auslagen wie Grenzsteinen, gefahrenen Kilometern, Reisekosten der Beschftigten.

Da sich diese Faktoren im Zuge einer Vermessung ndern knnen, ist eine genaue Kostenangabe zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht mglich. Es kann lediglich eine unverbindliche Kostenschtzung auf Basis der Angaben aus dem Antrag in Absprache mit der antragstellenden Person erfolgen.

Die Kosten betragen bei drei neuen Grenzpunkten, einem neu gebildeten Flurstck und einem Bodenwert zwischen 7,50 /m und 150 /m rd. 2.500 . Darin ist auch die Gebhr fr die notwendige Eintragung in das Liegenschaftskataster enthalten.

Eine vergleichbare Sonderung kostet rd. 1.200 .

Um zu klren, ob eine Sonderung in Ihrem Fall mglich ist, mssen Sie sich vorab beraten lassen. Es ist keine Beratung notwendig, wenn die Festlegung der neuen Grenze anderweitig eindeutig bestimmbar ist (z.B. 12 m parallel zur Gebudeseite).

Welche Fristen muss ich beachten?

Mindestens eine Woche vor der rtlichen Vermessung sind die Beteiligten zu laden.

Nach Bekanntgabe der Ergebnisse der Vermessung sowie der Eintragung der Ergebnisse in das Liegenschaftskataster betrgt die Rechtsbehelfsfrist fr die Beteiligten einen Monat.

Soweit erforderlich, werden bestehende Flurstcksgrenzen ermittelt, neue Flurstcksgrenzen einvernehmlich festgelegt und auf Antrag bestehende Grenzpunkte festgestellt. Falls gewnscht, werden festgestellte und festgelegte Grenzpunkte mit Grenzmarken gekennzeichnet (abgemarkt).

Bei bestehenden Grenzen eines Flurstcks sind die Grundstcksnachbarinnen oder -nachbarn zu beteiligen. Sie bekommen neben den brigen Beteiligten in einem Anhrungstermin Gelegenheit, sich zu den fr die Entscheidung im Grenzfeststellungs- und im Abmarkungsverfahren erheblichen Tatsachen zu uern.

Den Beteiligten (Grundstckseigentmerinnen und -eigentmern, Erwerberinnen und Erwerbern, Grundstcksnachbarinnen und -nachbarn) werden die Grenzfeststellung und die Abmarkung bekannt gegeben.

Die Ergebnisse der Anhrung und die Verwaltungsakte Grenzfeststellung und Abmarkung werden in einem Amtlichen Grenzdokument festgehalten und dauerhaft archiviert.

Nach Auswertung der Zerlegungsvermessung werden die Ergebnisse (u. a. Flurstcksnummer und Flurstcksflche) in das Liegenschaftskataster eingetragen. Das Trennstck ist nun als eigenstndiges Flurstck eingetragen. Eine Abschreibung und bertragung in den Grundbchern kann nun erfolgen.

Sie knnen einen Antrag auf Zerlegungsvermessung stellen, wenn Sie

  • Flurstckseigentmerin bzw. Flurstckseigentmer,
  • eine erbbauberechtigte Person,
  • eine Person mit Vollmacht (bevollmchtigt) oder Zustimmung der Eigentmerin bzw. des Eigentmers oder der erbbauberechtigten Person oder
  • eine Behrde in Erfllung ihrer Aufgaben

sind.

Die Kostenbernahme muss eindeutig angegeben werden.

Antragstellende Personen schulden die Kosten, sofern die kostentragende Person ausfllt.

Aufgrund von Ladungs- und Rechtsbehelfsfristen betrgt die Bearbeitungsdauer regelmig zwei bis drei Monate.

  • Schriftform erforderlich: ja, siehe oben
  • Persnliches Erscheinen: nicht erforderlich
  • Unterschrift: erforderlich (Kostenbernahme, …)